“Der Tag des Waldes”, Klangbild für 4 Alphörner (oder Naturhörner)

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“Der Tag des Waldes”, Klangbild für 4 Alphörner (oder Naturhörner)

12,00 

Partitur mit Einzelstimmen

Der Wald tönt: Das Rauschen des Windes in den Wipfeln, durch Echo vervielfacht, kann sich zunehmend zu klangvollen Glissando-Melodiebögen steigern. Das Rascheln des Laubes, das Knarren der Äste, das Tropfen des Regens, das Grollen des Donners mit seinen Blitz-Akzenten geben ein naturgewaltiges Perkussions-Orchester ab, und die Perlentöne des Baches sowie die Urlaute der Vögel und der anderen Tiere lassen Melodieen erahnen.

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Beschreibung

Inhalt: Erwachen – Morgenlicht leuchtet (Gälische Volksweise) – Kanon – Jagdszene – Wie lieblich schallt in Busch und Wald (Fr. Silcher) – Mittagsschwüle – Aufkommendes Gewitter – Angenehme Frische – Auf und macht die Herzen weit (alter chinesischer Tempelgesang) – Großer Abgesang – Abendglocken – Der Mond ist aufgegangen (J. A. P. Schulz)

Die schönste Musik bergen in geheimnisvoller Weise die Bäume selbst. Die langen Röhren, welche jährlich neu durch das frische Kernholz der Jahresringe gebildet werden, enthalten eine der köstlichsten Gaben, welche die Natur verschwenderisch bereithält: Die Harmonie, den Dur-Dreiklang! Dieser Klang löst beim Menschen im Nervus sympathicus auf dem Zwerchfell ein angenehmes Wohlbefinden und erfrischendes Aufatmen aus. – Dieser Dreiklang wird in der Naturtonreihe nach vorlaufenden Oktav- und Quinttönen an 4., 5. und 6. Stelle als Grundton, Terz und Quinte gebildet und stellt damit ein Grundphänomen unseres gesamten Tonsystems dar. Von der 8. Stelle ab entwickelt sich mit immer kleiner werdenden Abständen sogar eine Art Dur-Tonleiter, die freilich für unsere durch jahrtausendelange Kulturmusik geschärften Ohren an einigen Stellen recht urwüchsig klingt. Es sind dieses die empfindlichen Stellen der Leittöne, die in der Naturskala nur ungenau erklingen, also die Quarte und die Septime. Es ist so, als ob die Natur in sich ruht, während der Mensch ständig Ziele vor sich hat; musikalisch ausgedrückt: Leittöne führen in andere harmonische Räume; die Naturtöne bleiben statuarisch in ihrem eigenen Klangraum.

In den Alphörnern wurden die Baumstämme von ihrem Holzkern befreit, so dass die in den Jahresröhren stehende Luft durch unterschiedlichen Ansatzdruck zu klingen beginnt: Der Baum singt seine Melodie. Man benötigt weite Ohren und offene Herzen, um die ungewohnte Tonfolge des Waldes und ihres Zusammenklanges als überraschend, erfrischend und zugleich beruhigend zu erleben.