*1906 in Pursruck/Bezirk Amberg
†2001

 

Den Mittelpunkt des kompositorischen Schaffens von Franz Biebl bildet die Chormusik, insbesondere das Volkslied. Seine musikalischen Leistungen wurden mehrfach prämiert.

Biebl studierte an der Hochschule für Musik in München die Fächern Komposition bei Joseph Haas und Dirigieren bei Heinrich Knappe. Später setzte er in den Meisterklassen von Haas und Siegmund von Hausegger seine Studien fort. Daneben nahm er an einem Lehrgang für katholische Kirchenmusik bei Ludwig Berberich teil. Seine erste Stelle trat er 1932 als Chordirektor an der Pfarrkirche München-Thalkirchen an. 1939 wurde er als Dozent für Musiktheorie und Chorgesang an die Musikhochschule und Jugendmusikschule Mozarteum in Salzburg berufen. Ab 1947 war er Chordirektor an der Stadtpfarrkirche Fürstenfeldbruck. 1959 übertrug ihm der Bayerische Rundfunk, für den er seit 1949 wieder als freier Mitarbeiter tätig war, den Aufbau des Referates Chorwesen, das er bis zu seiner Pensionierung 1971 leitete. 1974 wurde er mit dem Nordgau-Kulturpreis der Stadt Amberg und 1976 mit dem Kulturpreis Ostbayern ausgezeichnet. Es liegen Hunderte an Sätzen von Volksliedern aller Gattungen vor, die von Biebl komponiert wurden und größtenteils im Druck erschienen sind.