*1913 in Florenz
†1988 in Salzburg

 

Cesar Bresgens war Musikpädagoge und Komponist. Er besaß eine Professur für Komposition am Mozarteum in Salzburg. Als Musikwissenschaftler hat er sich um die Herausgabe der Lieder Hermanns, genannt Mönch von Salzburg, sowie zahlreicher Volksweisen verdient gemacht.

Cesar Bresgens Mutter war Pianistin, der Vater Bildhauer. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Zell am See, München, Prag und Salzburg. Schon früh lernte er bei Heinrich Kaspar Schmid das Orgelspiel. Von 1930 bis 1936 studierte er an der Musikhochschule München Klavier, Orgel, Dirigieren und Komposition bei Joseph Haas. Ab 1933 arbeitete er für einige Zeit in London mit der Tänzerin Leslie Barrowes als Klavierimprovisator und Komponist zusammen. Nach seiner Hochzeit im Jahre 1936 war Bresgen von 1936 bis 1938 im Reichssender München beschäftigt. 1939 wurde er Professor für Komposition am Salzburger Mozarteum, daneben schrieb er verschiedene Vokalwerke für die Hitlerjugend. 1947 erhielt er auf Fürsprache von Carl Orff und Eberhard Preußner bei der US-amerikanischen Militärregierung neuerlich eine Lehrstelle am Mozarteum und ab 1950 eine Professur für Komposition. 1976 erhielt er den Großen Österreichischen Staatspreis. Ähnlich wie der mit ihm befreundete Carl Orff arbeitete Bresgen mit starkem pädagogischem Engagement. Als Musikwissenschaftler hat er sich um die Herausgabe der Lieder Hermanns, genannt Mönch von Salzburg, sowie zahlreicher Volksweisen verdient gemacht.