Dr. Gisela Csiba, geb. Beer, promovierte im Fach Musikwissenschaft bei Prof. K. G. Fellerer, Uni Köln, und schloss ihr Kirchenmusik-Studium an der MHS Köln mit dem A-Examen ab. Neben ihrer langjährigen Tätigkeit als Dozentin an der RSH Düsseldorf (Musikwissenschaft, Klavier, Partiturkunde) konzertierte sie mit Jozsef Csiba als Trompete/Orgel-Duo im In- und Ausland. Ein weiteres gemeinsames Anliegen war die Erforschung der barocken Trompeten- und Hornstimmen, die der Verlag Merseburger mit dem Titel „Die Blechblasinstrumente in J. S. Bachs Werken“ EM 1544, Kassel 1994 publiziert hat.

Jozsef Csiba wurde nach dem Trompeten-Studium an der Ferenc Liszt Musikakademie Budapest Mitglied des ungarischen Rundfunk-Orchesters Budapest. Später war er u. a. Solotrompeter bei den Düsseldorfer Symphonikern und Trompetenlehrer an der CSM Düsseldorf. Seine herausragenden bläserischen Fähigkeiten gepaart mit bewundernswertem instrumentenbaulichen Geschick führten zu grundlegend neuen Erkenntnissen hinsichtlich der Ausführung barocker Trompeten- und Hornstimmen, u. a. zusammengefasst in „Gisela+Jozsef Csiba, Barocktrompeten, Barockhörner, Anleitung zum Spiel auf historischen Instrumenten“, EM 1968. Neben Martinsliedern und Weihnachtsliedern für moderne Blechbläserensembles entstanden auch Transkriptionen für Trompete und Orgel, z. B. Samuel Barber, Adagio op. 11, EM 1937.