22.01.1934

Hartwig Eschenburg gelang der Aufbau der größten Kantorei im Norden der damaligen DDR. Nach der Wende wurde er Vorsitzender des Musikrates für die Hansestadt Rostock und war Mitglied der Gründungskommission der Hochschule für Berlin. Für sein musikalisches Engagement gewann Hartwig Eschenburg zahlreiche Kulturpreise der Stadt Rostock und des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Hartwig Eschenburg studierte an der Ev. Kirchenmusikschule in Halle (Saale). Von 1957 bis 1960 war er Kantor und Organist an der Stiftskirche in Bützow/Mecklenburg, danach bis Januar 2000 an der St.-Johannis-Kirche in Rostock. Unter ungünstigsten politischen Umständen gelang ihm der Aufbau der größten Kantorei im Norden der damaligen DDR. Sie bot Menschen verschiedener Altersstufen und musikalischer Leistungsfähigkeit eine von der staatlich verordneten Ideologie unabhängige geistige und geistliche Heimat. Hartwig Eschenburg arbeitete mit namhaften Solisten zusammen und erhielt zahlreiche Einladungen zu Orgelkonzerten, Gastdirigaten, Singwochen, Chorleiterseminaren und Vorträgen im In- und Ausland. Von 1987 bis 2002 wurde er Vorstandsmitglied der Neuen Bachgesellschaft Leipzig. Nach der Wende betätigte er sich als Vorsitzender des Musikrates für die Hansestadt Rostock und Moderator der Sendung „Runder Tisch Kultur“. 1993/94 war Hartwig Eschenburg Mitglied und Vorsitzender der Gründungskommission für die Hochschule für Musik und Theater Rostock. An dieser Einrichtung ging er seit 1999 einem Lehrauftrag für Chorleitung und Oratorieninterpretation nach und wurde 2001 zum Honorarprofessor ernannt Hartwig Eschenburg gewann zahlreiche Kulturpreise der Stadt Rostock und des Landes Mecklenburg-Vorpommern, die Goldene Lyra des Chor- und Orchestervereins Polen, das Bundesverdienstkreuz 1. Kl. und erhielt eine Eintragung in das Ehrenbuch der Hansestadt Rostock.