12.05.1886 in Graz – 1969 in Bozen

Hermann Grabner war kompositorisch sehr begabt und schrieb mehrere große Orchesterwerke, Kammermusik, Chorwerke und zahlreiche Orgelstücke.

Hermann Grabner studierte zunächst Jura, anschließend Musik, in Graz und später bei M. Reger und H. Sitt in Leipzig. 1912 wurde er Assistent bei Reger in Menigen, ab 1913 unterrichtete er Theorie am Konservatorium in Straßburg. Weitere Stationen waren die Musikhochschulen bzw. Konservatorien in Mannheim, Heidelberg und Leipzig. In Leipzig gehörten u.a. Miklós Rózsa, Artur Immisch und auch Hugo Distler zu seinen Schülern. 1930 wurde er in Leipzig zum Professor ernannt. Bedauerlicherweise unterstützte Hermann Grabner in der Folgezeit den 1928 gegründeten, völkisch gesinnten, antisemitischen Kampfbund für deutsche Kultur. Nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten war er Mitglied im NS-Lehrerbund und wurde Beirat der Reichsmusikkammer. Von 1938 bis 1946 lehrte Grabner an der Musikhochschule Berlin, in der Nachkriegszeit von 1950 bis 1951 am Städtischen Konservatorium Berlin (West), bevor er in den Ruhestand trat und nach Bozen übersiedelte.