1920 in Wels – 2008 in Salzburg
Nach dem Musik- und Philosophiestudium in Salzburg (Mozarteum), Leipzig und Münster wurde Wilhelm Keller ab Oktober 1945 Dozent für Tonsatz am Mozarteum in Salzburg. Er wechselte ab 1950 als Dozent für Musiktheorie von der Musikakademie an die Nordwestdeutsche Musikakademie in Detmold. Ab 1952 beschäftigte er sich mit den musikpädagogischen Ideen Carl Orffs und kehrte auf dessen Einladung 1962 nach Salzburg zurück, um am Aufbau des Orff-Instituts am Mozarteum mitzuarbeiten. 1964 begann seine Zusammenarbeit mit dem „Salzburger Adventsingen“, für das er zahlreiche Kantaten und andere Kompositionen zu szenischen Oratorien beisteuerte. Ab 1973 bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1981 leitete er das von ihm initiierte Forschungsinstitut für Musikalische Sozial- und Heilpädagogik an der Abteilung Orff-Institut.

Wilhelm Kellers kompositorisches Schaffen umfasst vor allem Lieder und Chorwerke über zeitgenössische und eigene Texte. Weitere Veröffentlichungen sind ein zweibändiges Handbuch der Tonsatzlehre, die fünf Bände „Ludi musici“ für das musikpädagogische Arbeitsfeld von der Früh- bis Spätpädagogik sowie zahlreiche Artikel in Fachzeitschriften und Sammelwerken über musikpädagogische, musiktheoretische, volksmusikalische und erziehungspolitische Themen.