1925 in Bernau, Westböhmen, gest. 23.02.2014
Franz Möckl war bereits von 1936 bis 1938 Klarinettist in der Neudeker Kinderkapelle, die zahlreiche Konzerte im In- und Ausland gab. Zusätzlich zu seiner Ausbildung zum Volksschullehrer in Eger nahm er von 1939 bis 1943 Unterricht bei Josef Schelz in Violine und Musiktheorie. Von 1946 bis 1954 wirkte Möckl als Landschullehrer und Chorleiter in Ottowind bei Coburg, im Anschluss bis 1958 als Ausbildungslehrer und Musikdozent am Institut für Lehrerbildung in Coburg. Von 1955 bis 2000 leitete er den überregionalen Fränkischen Kammerchor und unternahm eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland, zahlreiche Rundfunkaufnahmen und Schallplattenproduktionen. 1956 wurde Möckl Jugendmusikreferent in Oberfranken, dann stellvertretender Leiter der Landesarbeitsgemeinschaft ‘Jugendmusik in Bayern’, was er bis 1965 blieb. Ab 1956 wirkte er als Dozent bei überregionalen Lehrgängen für Lehrer und Chorleiter, von 1957 bis 1965 führte er zahlreiche Jugendsinfoniekonzerte des Landkreises Coburg im Landestheater Coburg durch, richtete 1961 die Musischen Wochen auf Schloss Schwanenberg ein, gründete 1963 die Musiklehrgänge im Jugendzentrum Frankenhof, Erlangen und war überdies von 1968 bis 1995 Kreis-Chorleiter des Sängerkreises Coburg. Er erhielt zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen. U a. verlieh ihm der Sängerkreis Coburg 1975 die Melchior-Franck-Plakette und machte ihn 1981 zu seinem Ehrenmitglied.

Den Schwerpunkt der musikalischen Tätigkeit Franz Möckls bildet die Volksliedforschung und die Musikpädagogik. Neben seiner Dozententätigkeit in der Lehrer- und Chorleiterfortbildung, seiner langjährigen Leitung von Chören, Kammerensembles und Orchestern komponierte Möckl zahlreichen Chorwerke sowie Kantaten, Zyklen und Chorsuiten.