August 1653 in Nürnberg – 03.03.1706 ebenda

Pachelbel war einer der wichtigsten Komponisten der süddeutschen Orgeltradition. In seinen Orgelwerken wird das Pedal relativ sparsam verwendet, viele Werke sind nur manualiter geschrieben. Pachelbels Kompositionen umfassen Choralbearbeitungen, freie Orgelwerke (Orgelchoräle, Choralvariationen und Triosonaten. Bekannt geworden sind vor allem seine als Cantus firmus bezeichneten Choralbearbeitungen mit einer Vor-Imitation der einzelnen Motive in den Begleitstimmen.

Nachdem Johann Pachelbel sein Studium an der Universität Altdorf bei Nürnberg 1669 nach nur neun Monaten aufgrund finanzieller Nöte aufgeben musste, besuchte er das lutherische Gymnasium Poeticum in Regensburg. 1673 ging er nach Wien, 1677 wurde er herzoglicher Hoforganist in Eisenach. 1678 ging er als Organist an die Predigerkirche nach Erfurt und gab hier dem älteren Bruder J. S. Bachs, Johann Christoph Bach d. J., Orgelunterricht. 1690 wechselte er nach Stuttgart in die Dienste der Herzogin Magdalena Sibylla, floh aber 1692 vor einer drohenden französischen Invasion nach Nürnberg. Später wirkte er als Stadtorganist an der Augustiner- und Margarethenkirche in Gotha, bevor er 1695 nach Nürnberg zurückkehrte und Organist von St. Sebald wurde. Pachelbel war der Vater der Malerin Amalia Pachelbel sowie der Söhne Wilhelm Hieronymus und Carl Theodorus, die ebenfalls Musiker waren. Das populärste Werk Pachelbels ist eine Symbiose aus Kanon und Gigue in D-Dur. Es handelt sich um den einzigen von ihm komponierten Kanon, er ist deshalb nicht repräsentativ für Pachelbels Gesamtwerk. Vom Kanon existieren heute zahlreiche Aufnahmen, Versionen und Bearbeitungen..