1909 – 16.04.1986

Philipp Reich schloss zunächst eine kaufmännische Lehre ab und war bis 1931 als Kaufmann tätig. Sein darauf folgendes Studium in Frankfurt und Berlin war auf Organistentätigkeit angelegt,und ab 1934 war er Assistent von Helmut Walcha. Eine schwere Kopfverletzung aus dem Kriegsdienst machte diese beruflichen Bestrebungen jedoch ab 1943 zunichte. Mit offiziell achtzigprozentiger Erwerbsunfähigkeit konzentrierte er sich fortan auf den Aufbau des gesamten Kirchenmusikwesens der Ev. Kirche in Hessen-Nassau.

Philipp Reich war Gründer und Leiter der Kirchenmusikschule (1946–1977), erster Kirchenmusikdirektor der EKHN und bis 1982 Obmann des Chorverbandes. Er war jahrzehntelang Chorleiterdozent an der Frankfurter Musikschule, gründete 1947 die Hessische Kantorei und die „Chor-Stiftung Philipp Reich“ zur Unterstützung der Arbeit des Chorverbandes.