27.03.1922 in München – 24.02.2009 in Dachau

Fritz Schieri wirkte bei der ökumenischen Psalmenübersetzung mit, in der Arbeitsgemeinschaft „Musik im Gottesdienst“ und beim Einheitsgesangbuch „Gotteslob“, hier vor allem durch zahlreiche Kehrverse. Er schuf geistliche und weltliche Chorwerke, Kantaten, Proprien, Balladen, über tausend Sololieder mit Klavierbegleitung, Liedsätze und Kanons.

Nach Krieg, Verwundung und Gefangenschaft konnte Fritz Schieri 1946 sein Studium an der Musikhochschule München beginnen. 1947 gründete er einen Studenten-Madrigalchor, 1948 wurde er Dozent für Musiktheorie und Chorleitung in Köln. In der Werkgemeinschaft Musik leitete er Chorwochen und Chorleiterseminare in Altenberg und in der Wies. Schieri war von 1959 bis 1990 Professor für Chorleitung, Komposition und Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Theater München, von 1972 bis 1981 Präsident der Hochschule. Für seine Verdienste wurde er 1987 zu deren Ehrenpräsidenten ernannt. Helmut Bieler (Komponist), Winfried Bönig (Organist), Paul Engel (Komponist und Dirigent), Volkher Häusler (Dirigent und Chorleiter) und Gerhard Merkl (Domkapellmeister zu Passau) gehörten zu seinen Schülern.