26.03.1904 in Bernkastell – 07.10.1984 in Bad Orb

Schon bald nach dem Studium machte sich Schroeder einen Namen als Komponist, Organist und als Verfasser grundlegender Artikel zur Reform der Kirchenmusik. Schroeders Kompositionsstil weist Parallelen zu Zeitgenossen wie Paul Hindemith oder Ernst Pepping auf und ist geprägt vom Prinzip der sogenannten freien oder erweiterten Tonalität, von kontrapunktischer Grundhaltung, motorisch bewegter Rhythmik und neoklassizistischer Formgebung. Seine kirchenmusikalischen Kompositionen, die nach eigener Auffassung eine dienende liturgische Funktion im Gottesdienst erfüllen sollen, sind im Ausdruck herb und emotional zurückhaltend, im Schwierigkeitsgrad zum Teil bewusst einfach gehalten und auf die Bedürfnisse der kirchenmusikalischen Praxis zugeschnitten. Er veröffentlichte zusammen mit Heinrich Lemacher zahlreiche musiktheoretische Lehrbücher, die weite Verbreitung fanden.