15.06.1915 in Nürnberg – 24.11.2002 in Herrsching

Walter von Forster war Lehrer und Professor für Musiktheorie sowie freischaffender Komponist. Seine Werke wurden sehr erfolgreich aufgeführt, bis die Aufführungen von den Nationalsozialisten verboten wurden und er vorübergehend eine Stelle als Chorleiter und Organist aufnahm. Erst Ende der 70er Jahre betätigte er sich wieder als Komponist.

Walter von Forster lernte Klavier und Harmonielehre bei Leonhard Stirnweiß. Nach dem Abitur studierte er in München Komposition und Kirchenmusik bei Joseph Haas, Hermann Sagerer, Walter von Hoeßlin u.a. Während des Besuches der Meisterklasse von Joseph Haas in München und bei den Kammerkonzerten für Zeitgenössische Musik in Nürnberg kamen schon früh Kompositionen zur Aufführung (z.B. Klavierwerke, Liederzyklen, Streichquartett, u.a.), bis diese Veranstaltung von den Nazis verhindert wurden. Zum Krieg nicht tauglich, gab er Privatunterricht und erhielt 1943 eine Stelle als Chorleiter und Organist an der Stephanuskirche in München-Nymphenburg. Nach Kriegsende wurde er 1946 an die neu eröffnete Staatliche Hochschule für Musik in München als Lehrer (später Professor) für Musiktheorie berufen. 1979 ging er in Ruhestand und lebte seitdem als freischaffender Komponist.