Gerhard Weinberger
31.07.1948 in Pfaffenhofen

 

Gerhard Weinberger studierte an der Hochschule für Musik in München die Fächer Orgel, Kirchen- und Schulmusik. Nach einer dreijährigen Tätigkeit als Chordirektor an der Basilika St. Lorenz in Kempten wurde er 1974 als Dozent für Orgel und Kirchenmusik an die Hochschule für Musik in München berufen. Mit 29 Jahren erhielt er drei Jahre später dort eine Professur für Orgel. Seit 1983 unterrichtet er als ordentlicher Professor für Orgel an der Hochschule für Musik in Detmold, wo er die Abteilung Kirchenmusik leitet sowie seit 2004 auch das Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie der Hochschule. Er ist Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste Salzburg und des Direktoriums der Neuen Bachgesellschaft Leipzig.
Gerhard Weinberger ging einer regen internationalen Konzerttätigkeit nach. 2000 führt er mehrmals zyklische Gesamtaufführungen des Bachschen Orgelwerkes auf. Er nahm zahlreiche CD-Aufnahmen vor, unter anderem vom gesamten Orgelwerk von J. S. Bach auf historischen Instrumenten der Bachzeit. Weinberger wurde mehrfach mit Schallplattenpreisen geehrt, wie 2009 mit dem Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik für seine Gesamteinspielung der Bachschen Orgelwerke. 1971 war er zweiter Preisträger im Fach Orgel im internationalen Musikwettbewerb der deutschen Rundfunkanstalten (ARD). Er widmet sich mehreren Jurytätigkeiten und gibt zahlreiche Editionen von Orgel- und geistlicher Chormusik heraus, darunter das gesamte Orgelwerk von Johann Ludwig Krebs und Robert Schumann. Einen hohen bekanntheitsgrad erzielte auch sein Buch „Zur Interpretation der Orgelmusik J. S. Bachs“.