Beschreibung

Liszt als Leser

Liszt-Jahrbuch
Band 6 (Jg. 2025/26)
Herausgegeben von Christiane Wiesenfeldt

 

Ben Arnold (Lexington, KY)
It All Starts with Words. Franz Liszt’s Passion for Books, Authors, and the Written Word

Ulrike Roesler (Weimar)
Liszt als Leser seiner Biographie

Elena Chernova (Regensburg)
Franz Liszt and Russian Literature

Albrecht von Massow (Weimar)
Kaum nachweisbar – und doch mutmaßlich relevant: Liszts Hegel-Rezeption

Marcel Klinke (Heidelberg)
Die frühe Rezeption E. T. A. Hoffmanns in Frankreich und Liszts »Réminiscences de Don Juan« (1841) 65

Lucas Berton (Grenoble)
Franz Liszt as reader of Victor Hugo

Esther Dubke (Heidelberg)
Literarische Impulse und musikalische Lesarten. Liszts melodramatische Kompositionen im Kontext ästhetischer Debatten des 19. Jahrhunderts

Aus dem Vorwort von Christiane Wiesenfeldt:
„Das Jahrbuch zum Thema »Liszt als Leser« fragt nicht nur nach der Literatur, die Liszt gelesen und zur Kenntnis genommen hat, sondern es berührt Grundlegendes, denn stets ist damit zu rechnen, dass hier Inspirationen, Ideen, Strukturen, Figuren, Formen und Themen vor dem inneren Auge des Komponisten entstanden und weiterentwickelt wurden.
Ben Arnold (Lexington, KY) betreibt zu Beginn des Jahrbuches eine Relektüre seines 1998 erschienenen, grundlegenden Artikels »Franz Liszt:
the Reader, the Intellectual, the Musician« und weitet die Perspektive um neue Erkenntnisse, etwa Liszts Vorliebe für Lord Byron. Ulrike Roesler (Weimar) wertet erstmals Liszts Lektüren seiner eigenen Biographik aus, Elena Chernova (Regensburg) nimmt die russischen Literaten aus Liszts Bibliothek in den Blick. Albrecht von Massow (Weimar) sucht nach Spuren einer Lektüre von Georg Wilhelm Friedrich Hegel in Liszts Ästhetik, und Marcel Klinke (Heidelberg) kann die »Réminiscences de Don Juan« (1841) auf die Begegnung mit dem Werk E. T. A. Hoffmanns
zurückführen. Lucas Berton (Grenoble) nimmt Liszts Vorliebe für die Werke Victor Hugos in den Blick, während Esther Dubke (Heidelberg) das Melodram als Gattung erkennt, in der bei Liszt Wort und Klang, also Lektüre und Musik, neuartig zusammenfinden.“