Paraphrasis (2001) für Viola und Orgel

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Paraphrasis (2001) für Viola und Orgel

6,00 

Der Komponist schreibt zum Stück: “Paraphrasis”, die ältere Form von “Paraphrase”, bedeutet “etwas dazusagen” – also eine “verdeutlichende Umschreibung eines gegebenen Textes, mit anderen oder mehr Worten zu machen” (Duden). Ich habe die alte Form des Wortes gewählt, um sie von den Paraphrasen Liszts und anderer, die meistens hochvirtuose Bearbeitungen gut bekannter Musikliteratur sind, zu unterscheiden und einem Missverständnis vorzubeugen. Das eigentümliche, enigmatische Däubler-Gedicht darf man wie ein Gebet – aus einem schwierig gewordenen Glauben heraus – lesen und verstehen; die letzte Zeile mit ihrem wie nebenher gesagten Trost-Zuspruch lässt diese Deutung zu. In Musik übertragen und “dazugesagt” sind aber nicht Gedanken und Bilder, sondern eine Stimmung.

Artikelnummer: ADU 193 Kategorien: , Autor:

Beschreibung

Ein einheitlicher, die träumerische Versunkenheit der Worte aufnehmender Grundzug bestimmt das ganz antivirtuose Stück. Die durchweg verhaltene Dynamik muss gut beachtet werden. Die Orgelregister müssen über dezente, farbige Klänge verfügen, die gut zum Bratschentimbre passen.