Mit „Lobgesang/Rufe“ verbindet Herchenröder ausdrucksstarke musikalische Gesten mit kraftvollen, rufartigen Elementen. Das Werk eröffnet einen spannenden Dialog zwischen Klang, Stimme und musikalischem Ausdruck.
Beschreibung
Auszug aus dem Vorwort: Seit meiner Jugend war immer schon eines meiner kompositorischen Vorhaben, den 148. Psalm in Musik zu setzen: Er ist eine solch unerhört kraftvolle, kompromisslose Aufforderung zum Gotteslob – die ganze Schöpfung ist angesprochen, von den Gestirnen bis zu den Würmern, die belebte und unbelebte Natur, das kann man nicht einfach nur sprechen, das ruft nach Musik! Ein Auftrag von Michael Ostrzyga und des Collegium musicum der Universität zu Köln gab den letzten Anstoß, und so begann ich mit der Komposition: Strahlende Liegeklänge des Chores, aus denen sich langsam der Text herausschält, manifestieren gleich zu Beginn Größe und Allmacht Gottes, die gleichzeitig Grundlage, Auslöser und Gegenstand des Schöpferpreises ist: „Denn er gebot, da wurden sie geschaffen“. Die Orgel, eingangs eins mit dem Chorklang, löst sich mehr und mehr in jubilierende Figurationen, gleichermaßen Lobpreis und Verkündigung.


