Wistinghausen, Martin

>Wistinghausen, Martin

Martin Wistinghausen, 1979 in Düsseldorf geboren, studierte Gesang (Kurt Moll, Rudolf Piernay),  Gesangpädagogik, Komposition (Ulrich Leyendecker, Adriana Hölszky), Germanistik und Geschichte in Köln, Mannheim, Düsseldorf und Salzburg.

Er nahm an zahlreichen Meisterkursen (etwa bei Dietrich Fischer-Dieskau) teil und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. So war er 1. Bundespreisträger „Jugend musiziert“ (Gesang solo), Preisträger des „Internationalen Gesangwettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg“, erhielt den Kompositionspreis der „Berliner Capella“, einen Förderpreis im Salzburger Kompositionswettbewerb vocal arts (2008) und war bei „Call for Scores“ in Treviso (2011) und beim Festival Risuonanze (2016) erfolgreich. Wistinghausen war Stipendiat des DAAD, der Konrad Adenauer-Stiftung, des Richard Wagner-Verbandes und der „Fondation Bartels“. 2017 erhielt er das Kirchenmusik-Kompositionsstipendium der Stadt Düsseldorf, 2018 ein Aufenthaltsstipendium für das Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf in Brandenburg.

Er konzertiert im In- und Ausland, mit namhaften Ensembles wie „Musica Fiata Köln“ und L’arpa festante. Häufig ist er als Sänger der Christus-Worte der Passionen von Bach und Schütz, in den Solobass-Partien des Mozartrequiems und diverser Messen sowie als versierter Interpret Alter und Neuer Musik zu erleben; zahlreiche Komponisten haben Solowerke für seine Stimme komponiert, unter ihnen Matthias Krüger, Ernst Bechert und Ulrich Leyendecker.

Seine Werke erklangen bei diversen Festivals, im Rundfunk (SWR, Deustchlandradio Kultur, Espace 2) und wurden von renommierten Ensembles wie dem „Österreichischen Ensemble für Neue Musik“, den Stuttgarter „Neuen Vocalsolisten“, den Ensembles AuditivVokal Dresden und SoloVoices sowie dem Kurpfälzischen und dem Folkwang Kammerorchester aufgeführt. Er erhielt eine Reihe von Kompositionsaufträgen, etwa von der Komischen Oper Berlin, dem Heidelberger Theater und dem stART-Festival Salzburg. Musiktheatralische Werke kamen im Rahmen der Rheinsberger Opernwerkstatt und im Werkraum des Heidelberger Theaters zur szenischen Aufführung.

Seit 2016 präsentiert er sein Bass-Solo-Programms „De Profundis“  – bisher in Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf, der Kunststation St. Peter in Köln, in Berlin („Unerhörte Musik“) und Stuttgart.

  • Schlaf worden – Vier Bach-Reflexionen (10'30) für Sprecher, gemischten Chor und Instrumentalensemble Auf Texte von Barthold Heinrich Brockes, Johann Franck und Daniel Czepko von Reigersfeld Besetzung: Sprecher, 4-6 st. gem. Chor (SMsATBarB), Fl/Alt-Fl, Ob/Ob d’amore, Schlagzeug (Marimba, 3 Buckelgongs, gestimmte Gläser: a³ um einen Viertelton erhöht, c4, cis4), Orgelpositiv, V I (3), V II (3), Va (2), Vc, Kb