-
Die aparte Instrumentation, der melodische Einfallsreichtum, die formale Geschlossenheit wie nicht zuletzt auch eine für diese Zeit manchmal überraschend farbenreiche harmonische Gewandung, die weit über das alltägliche hinausweist, lässt auch diese Weihnachtskantate für den sowohl für den gottesdienstlichen Gebrauch als auch für das Konzert auf das vorzügliche geeignet erscheinen. Herausgegeben von Neithard Bethke Musikarchiv des Ratzeburger Doms Band 7 Ab 10 Exemplare gibt es den Klavierauszug zum Mengenpreis! -
Auf dem handgeschriebenen Exemplar dieser Kantate „Lasset uns mit Jesu ziehen“, welches bislang als Unicum überliefert ist, stehen auf den drei erhalten gebliebenen Umschlag- oder Vorsatzblättern die Angaben zur Besetzung und den Stimmen. Auf dem ersten Blatt: „2 Oboen, Solo-Fagott, 4 Streicher, Bc, 4stim Chor, 4 Soli“. Dieses erste Blatt ist einer späteren Handschrift zuzuordnen, welche nichts gemein hat mit der früheren Handschrift auf den folgenden Seiten oder der des Notenscriptes. -
Besondere Beachtung verdient auch der Titel des Werks, der eine klare Verbindung zur Alten Musik assoziiert. „Der Name … erklärt sich nicht allein daraus, daß sein Text geistlich ist und die beteiligten Soloinstrumente in sehr selbständiger Weise mit der Singstimme konzertieren, sondern auch daraus, daß er schon von Heinrich Schütz für ähnliche Stücke gebraucht wurde, zu einer Zeit, in der die geistliche Musik von der weltlichen Musik her bedeutsame neue Impulse empfing.“ (H. W. Zimmermann)
